Zielgruppen – wen haben wir im Blick?

Bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat man festgestellt, dass der Graben zwischen Kirche und Gesellschaft immer größer wird und viele Menschen sich von klassischen kirchlichen Angeboten nicht mehr ansprechen lassen. Eine Reaktion darauf war eine starke Ausdifferenzierung kirchlicher Arbeit in Zielgruppen nach Alter, Geschlecht oder anderen Kriterien, die zu einer Vielfalt an Werken und Diensten geführt hat.

Spätestens durch die Milieu- und Lebensweltforschung weiß man, dass die Menschen sich in Haltungen, Werte, Alltagseinstellungen und Lebensentwürfen stark unterscheiden – und sich dies auch nicht wirklich ändern lässt. Kirche erreicht mit einem Großteil ihrer Arbeit nur ein bestimmtes Spektrum dieser Milieus. Der Anspruch, EIN Angebot für „alle“ zu bieten, kann deshalb nicht eingelöst werden.

Menschen in verschiedenen Altersgruppen, Lebensphasen und Milieus brauchen unterschiedliche Formen gelebter Kirche und unterschiedliche Formen der Kommunikation des Evangeliums. Eine milieusensibler Blick auf Region und Gemeinde vor Ort ist deshalb Grundvoraussetzung für missionale kirchliche Arbeit. Hier können auch Tools wie die Sozialraumanalyse einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Milieuberatung der Landeskirche macht Beratungen zu Fragen der Lebenswelten und bietet auch unterschiedliche Materialien, wie beispielsweise diese Milieukarten zu Themen.

 

Impulsfrage:

Betrachten Sie die Grafik mit den Playmobil-Figuren (Klick vergrößert). Welche der dargestellten Personen könnten in Ihrer Gemeinde von aktueller kirchlicher Arbeit erreicht werden – und welche eher nicht?

Grafiken zu finden auf:
ToLeBlog: Playmobilfiguren für Beratungen