Erwachsenen- und Familienbildung regiolokal

Im Bereich der Erwachsenen- und Familienbildung können Kirchengemeinden und Bildungsregionen bereits jetzt auf ein vielfältiges Bildungsnetzwerk zurückgreifen. Verschiedene Bildungseinrichtungen kümmern sich dabei um unterschiedliche Zielgruppen, dabei wird die Bildungsarbeit in der Ortsgemeinde mit der Erwachsenenbildung in einer Region oder einem Bezirk verknüpft.

In Zukunft werden solche Verknüpfungen noch wichtiger werden. Gesellschaftliche Veränderungen tragen dazu bei, dass Kirchenmitglieder sich noch viel stärker in ihren Erwartungen an Formate und Professionalität von Bildung unterscheiden. Auch die Motivation der ehrenamtlich Engagierten in der Bildungsarbeit verändert sich.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, kann Erwachsenenbildung in regiolokaler Perspektive kirchliche Orte für die Bildungsarbeit in der Region gezielt profilieren. So kann z.B. im Zusammenspiel von Familienbildungsstätte, Kita und Kinderkirche ein Familienzentrum entstehen, in dem die Familienarbeit in einer Region konzentriert wird und dabei auch haupt- und ehrenamtliches Engagement gebündelt wird.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Mobilität der jeweiligen Zielgruppe. Insbesondere im Bereich der Senior*innen sind große Entfernungen oft ein Hinderungsgrund für die Teilnahme an Bildungsangeboten. In strukturschwachen Regionen sind deshalb andere Lösungen notwendig als im städtischen Kontext, wo eine gute Infrastruktur oft noch mehr ermöglicht. Für solche regiolokalen Überlegungen in der Bildungsarbeit ist deshalb immer eine Klärung der räumlichen Bezüge und der Zielgruppe notwendig. 

 

Impulsfragen:

Wenn Sie an die zukünftige Bildungsarbeit in Ihrer Gemeinde und Ihrer Region denken:
Welche räumlichen Bezüge sehen Sie?
Welche Menschen kommen besonders in den Blick?
Wer wird sich in dieser Bildungsarbeit engagieren?