Was ist eigentlich regiolokale Kirchenentwicklung?

Die Idee der regiolokalen Kirchenentwicklung (RLKE) wurde in den letzten 15 Jahren unter anderem vom früheren Zentrum Mission in der Region (heute: midi Berlin) und dem IEEG Greifswald entwickelt und erprobt. Es handelt sich dabei nicht um einen revolutionären, sondern einen eher evolutionären Ansatz. RLKE baut auf Bestehendem auf, aber sie dient nicht dazu, möglichst viel vom Bestehenden zu bewahren. Sie möchte lokale Nähe im Zusammenspiel mit regionaler Verantwortung stärken.

Regiolokale Kirchenentwicklung setzt voraus, dass notwendige Strukturanpassungen nicht ohne inhaltliche Klärungen über den Auftrag der Kirche und nicht ohne ein bewusst gestaltetes, von Vertrauen getragenes Miteinander angegangen werden können. 

Regiolokale Kirchenentwicklung beruht auf einer Haltung von Kooperation und Vertrauen und schafft eine Kultur des Miteinanders um des Evangeliums willen. Und sie drückt aus, dass unser Auftrag zur Kommunikation des Evangeliums weiter reicht, als unsere Gemeinde-, Milieu- und sonstigen Grenzen.

Grundlinie von RLKE ist die Haltung:
Wir als Kirche – das ist nicht begrenzt auf eine Parochie.
Wir als Kirche – das ist Kirche in der Region, im Bezirk, im Land und letztlich die gesamte Kirche Jesu Christi.

Weiterführende Informationen:

Regiolokale Kirchenentwicklung bei midi – Infomaterial und Arbeithilfen zur RLKE
Grundsatzlektüre: Regiolokale Kirchenentwicklung (Band 1) – Vertrauen und Verantworten (Band 2)

 

Impulsfrage:

Wenn ich darüber spreche, was „uns als Kirche“ nützt oder nicht – was habe ich da genau vor Augen: die Kirchengemeinde vor Ort oder einen größeren Zusammenhang?

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