Der Gottesdienst – Quellort von Gemeinde und Glaube
Gottesdienste sind für Kirche unverzichtbar. Der Gottesdienst ist spätestens seit der Reformation der zentrale Ort der Verkündigung des Evangeliums und der Kommunikation mit Gott und damit ein Quellort von Gemeinde und Glauben. Als Feier der versammelten mündigen Gemeinde können Gottesdienste dabei jedoch ganz unterschiedliche Formen haben. In der zunehmenden Ausdifferenzierung kirchlicher Angebote spielte der Aspekt der Attraktivität dabei eine wichtige Rolle. Gerade am Sonntagmorgen konkurriert der Gottesdienst mit zahlreichen anderen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die in „evangelischer Freiheit“ bei vielen Menschen den Vorrang bekommen. Aus diesem Grund muss über die Attraktivität von Gottesdiensten im Blick auf Zielgruppe, Zeitpunkt, Ort, Musik und viele andere Aspekte nachgedacht werden – und eine entsprechende Vielfalt gefördert werden.
Eine solche Ausdifferenzierung durch Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse führt zu Mehrarbeit. Diese ist aber im Prozess des Abbaus von Personal und Gebäuden nicht flächendeckend leistbar. Darum bietet die RLKE besonders im Bereich der Gottesdienste große Chancen, durch Zusammenarbeit ein vielfältiges Angebot zu schaffen, dass unterschiedlichen Lebenswelten und Bedürfnissen gerecht wird.
Eine große Stärke des klassischen Gottesdienstes am Sonntagmorgen darf dabei nicht außer Acht gelassen werden: die Verlässlichkeit. Diese bezieht sich auf Zeiten, auf Orte, auf Personen und auch auf Inhalte. Überlegungen müssen bei aller Ausdifferenzierung eine Gottesdienstlandschaft ermöglichen, in der diese Verlässlichkeit noch vorhanden ist.
Weiterführende Informationen:
Fachstelle Gottesdienst – Informationen, Beratung und Unterstützung
Impulsfrage:
Was ist Ihnen persönlich am Gottesdienst besonders wichtig?
Was würden Sie gerne einmal im Gottesdienst ausprobieren?